http://161mz.blogsport.de Mon, 12 Jun 2017 14:40:37 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Heraus zum Internationalen ersten Main http://161mz.blogsport.de/2017/04/24/heraus-zum-internationalen-ersten-main/ http://161mz.blogsport.de/2017/04/24/heraus-zum-internationalen-ersten-main/#comments Mon, 24 Apr 2017 15:19:38 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/04/24/heraus-zum-internationalen-ersten-main/
In der Tradition steht der erste Mai als Tag der Unterdrückten, der Proletarier, der Arbeiter*innen.

Am internationalen Kampftag der Arbeiter*innen, am internationalen Klassenkampftag stehen weltweit Millionen Menschen auf der Straße, um für eine bessere und gerechtere Gesellschaft zu streiten und gegen den Raubtierkapitalismus der Konzerne und Eliten zu kämpfen.
Ob im Betrieb, der Schule oder Uni, ob in der Kita oder am Fließband der Fabriken – Menschen schuften für einen ungerechten Lohn und eine noch unsicherere Zukunft. Kriege ziehen sich durch die Medien und es ist nicht mehr nur der Stellvertreterkrieg der Neokolonialisten in den Ländern der Dritten Welt – es ist auch ein Krieg gegen alle Erwerbstätigen, gegen alle Auszubildenden, gegen alle Arbeitslosen. Es ist der Krieg der Rechtspopulisten gegen Flüchtende, Migranten und gegen alternative Lebensentwürfe. Es ist der Krieg der wenigen an der Spitze gegen uns hier unten.

Jeden Tag robotten Menschen unter brutalsten Bedingungen, um einigen wenigen ein Leben in Luxus zu ermöglichen. Millionen Menschen leben an der sog. Armutsgrenze, während einige wenige sich nur darüber Gedanken machen, wie sie unsere Städte weiter „aufwerten“, die Mieten weiter steigen und noch weniger Geld für unsere Grundbedürfnisse bleibt: Essen, Trinken und gesund zu bleiben.

Mainz als Stadt im Rhein-Main-Gebiet liegt im Speckgürtel einer der reichsten Länder dieser Erde – und auch hier haben wir genügend
Gründe zu kämpfen:
Ob es sich nun um die Lohnarbeit handelt, die nicht zum Zahlen all der anfallenden Kosten reicht, geschweige denn für den Urlaub oder für die Ausbildung der Kinder, oder um befristete Verträge, die uns immer wieder vor die Frage stellen, wie es nach einem Jahr weitergehen soll. Die explosionsartig gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten, die eine Verdrängung aus den Innenstädten zur Folge hat oder die wachsende Anzahl von Menschen, die sich mit mehreren Jobs oder durch Aufstocken durch den Monat bringen müssen.
Die Kinderarmut wächst, die Arbeitslosigkeit ist gleichbleibend und mit der Agenda 2010 wurde in Deutschland der größte Niedriglohnsektor Europas geschaffen. Während wir uns jeden Tag bei der Arbeit kaputt machen und uns unser Geld genau einteilen müssen, werden diejenigen die uns ausbeuten immer reicher.

Diese Kämpfe – geführt in Afrika, Asien, Europa oder Amerika – sind Kämpfe der Unterdrückten gegen die gleichen Unterdrücker.
In diesem Sinne: Am ersten Mai auf die Straße!

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Time To Act http://161mz.blogsport.de/2017/02/26/time-to-act/ http://161mz.blogsport.de/2017/02/26/time-to-act/#comments Sun, 26 Feb 2017 16:31:46 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/02/26/time-to-act/ Wir möchten euch auf die Kampagne Time To Act aufmerksam machen, an welcher auch wir uns beteiligen.

Aufruftext der Kampagne
Am 12. März letzten Jahres, einen Tag vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, versuchten mehrere Mitglieder der AfD und der Jungen Alternative in der Mainzer Innenstadt Flyer zu verteilen. Daran wurden sie von einer Gruppe Antifaschist*innen entschlossen gehindert. Kurz danach wurden drei Genossen in einem Laden festgenommen, sie wurden mehrere Stunden auf dem Revier festgehalten und erkennungsdienstlich behandelt. Ihnen wird nun vorgeworfen an dem „Angriff“ auf die AfD beteiligt gewesen zu sein und damit eine „gefährliche Körperverletzung“ begangen zu haben.


In einem Land, in dem die Politik einen konstanten Rechtsruck erfährt, menschenfeindliche und rechtsradikale Parolen in der Mitte der Gesellschaft salonfähig gemacht werden, braucht es eine starke antifaschistische Stimme, die sich mit diesen Zuständen nicht abfindet! Parolen, die man früher nur von NPD-Seite hörte, werden immer mehr zur politischen Normalität von CDU bis AfD. Auch in Mainz, direkt vor unserer Haustür, finden fast wöchentlich AfD-Veranstaltungen statt. Wer menschenverachtende Hetze gegen Geflüchtete und andere Minderheiten verbreitet, wie die AfD es tut, macht sich mitschuldig, wenn Flüchtlingsheime brennen und Menschen aufgrund einer „falschen Hautfarbe“ durch die Straßen gejagt werden. Rechte Gewalt findet fast jeden Tag statt – nicht nur im Osten, sondern auch in Gegenden die bisher antifaschistisch dominiert waren. Rassismus tötet!



Genau deshalb ist es nicht nur legitim, sondern dringend notwendig Menschen, die versuchen ihre rechte Propaganda unter die Leute zu bringen, mit allen notwendigen Mitteln daran zu hindern. Der Staat wird uns dabei keine Hilfe sein. Ganz im Gegenteil: Wer schon mal auf einer Demo war, weiß dass die Rechten von der Polizei geschützt werden, während Antifaschist*innen massiver Repression ausgesetzt sind. Tagtäglich finden Abschiebungen und rassistische Kontrollen statt. Zudem hat der Verfassungsschutz fleißig weggeschaut und vertuscht, als der NSU mordend durch Deutschland gezogen ist. Aktuell sterben reihenweise NSU-Zeugen auf unerklärliche Weise. All dies zeigt: Der Staat hat ganz massiv seine Finger mit im Spiel, wenn es um rechte Gewalt geht. Gleichzeitig wird linker Gegenprotest kriminalisiert.

Unsere Antwort auf diese Zustände kann nur die bedingungslose Solidarität mit allen Menschen sein, die sich den neuen und alten Rechten entgegenstellen. Nur eine Bewegung, die sich gegenseitig unterstützt und in kritischen Situationen zusammenhält, bietet eine echte gesellschaftliche Alternative zu dem stattfindenden Rechtsruck. Die Logik der ökonomischen Verwertbarkeit des Menschens, führt unweigerlich zu Ausgrenzung und Konkurrenz. Die etablierten Parteien, die durch ihre neoliberale Politik eine soziale Spaltung der Menschen verursachen, sind Mitauslöser für rechtes Gedankengut. Wir wollen eine Gesellschaft frei von ökonomischen Zwängen, frei von Unterdrückung und Autorität.


Lassen wird die betroffenen Antifaschisten im nun bevorstehenden Prozess nicht alleine und tragen wir den Kampf gegen Rechtsruck und Repression gemeinsam auf die Straße. Die Anwalts- und Prozesskosten stellen eine erhebliche finanzielle Belastung dar, die für die drei Antifaschisten nicht alleine zu stemmen sind. Deshalb ist es von immenser Wichtigkeit, dass Jeder und Jede von euch ein bisschen Kohle locker macht, um die Leute zu unterstützen! Doch das ist natürlich nicht alles. Es werden in den nächsten Wochen und Monaten zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne stattfinden. Von immer wieder notwendigem Gegenprotest zur AfD, eigenen antifaschistischen Demonstrationen, inhaltlichen Veranstaltungen und Workshops bis zu Solipartys und Barabenden.



Solidarisiert euch, kommt zu den Veranstaltungen der Kampagne und spendet Kohle für Anwalts- und Gerichtskosten!

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Make Racists Afraid Again – Mobi. http://161mz.blogsport.de/2017/01/31/make-racists-afraid-again-mobi/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/31/make-racists-afraid-again-mobi/#comments Tue, 31 Jan 2017 15:36:15 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/31/make-racists-afraid-again-mobi/

Die letzten Wochen, Monate und beinahe das ganze Jahr waren geprägt von ständiger Rotation. Ständigem Reagieren auf das, was vom politischen Gegner und Klassenfeind ausging. Betrachtet mensch sich die teils sehr ausführlichen recherche-Jahresrückblicke rechter/faschistischer Aktivitäten in unserem direkten Einzugsgebiet (z.B. hier), wird schnell bewusst, wie viel an reiner Zeit alleine auf das Reagieren verwendet werden musste.

Viele Genoss*innen haben diese Situation als aufzehrend beschrieben. Bezeichnend hierbei ist vor allem der Aufwand der bezüglich der AfD Kampagne zur Landtagswahl betrieben wurde. In allen Bundesländern, in denen gewählt wurde haben sich Genoss*innen an der Organisation und dem vielfältigen Protest gegen die Neofaschist*innen beteiligt. Gerade im Osten war es der III. Weg mit seiner Ausdehnung rund um Plauen, im Norden die Restrukturierung der GIDA-Ableger, in Bayern – die Bayern und in Hessen und Rheinhessen die Mischung aus AfD, Identitären und AKK um nur einige Beispiele zu nennen, was die Genoss*innen in ständiger Arbeit hielt.

In der Nacht vom 09.12 auf den 10.12.2016 wurde das Prject.Shelter von Rassist*innen angegriffen. Die Räume des selbstverwalteten Cafés wurden beschädigt. Ein Drohschreiben hinterlassen. Im gleichen Zeitraum erfolgten mehrere Naziangriffe auf linke und linksradikale* Strukturen in Berlin. In Chemnitz und Rostock kam es auch zu Angriffen auf Projekte durch Nazis.
Wir sehen uns mit immer aggressiver auftretenden Gegner*innen konfrontiert und vermeintlich sichere Kieze haben ihre abschreckende Wirkung auf Nazis und Repressionsapparat eingebüßt. Vielmehr werden sie immer gezielter angegriffen und eine in Lethargie verfallene Szene muss sich diesen Realitäten stellen.

Außerdem steht 2017 eine Bundestagswahl an. Die rassistische Abschiebepraxis der Regierung nimmt immer abstrusere Dimensionen an und Bilder wie aus Clausnitz, Heidenau oder Freital werden uns ohne aktive Gegenarbeit nicht erspart bleiben.
Und hier setzen wir an, wir müssen Nazis und Rassist*innen zeigen, dass sie sich aus unseren Städten, Kiezen, Vierteln, Vereinen, Unis, Betrieben, Kitas und Schulen und sonstwo zu verpissen haben.
Dieses gepflegt-proletarische fuck-off darf allerdings nicht zu klein Ausfallen, vielmehr muss es Prävention statt Reaktion sein.
Auch wir greifen daher gerne die Kampagne der Genoss*innen von Antifa United FFM auf, um zu zeigen, was wir von Nazis, Rassisit*innen und Faschist*innen halten.

Daher rufen wir zur Teilnahme an der Antifa-Demonstration am 25.02.2017 um 16Uhr am Frankfurter Südbahnhof auf.
Am 14.02 wird es im Vorfeld der Demonstration einen Mobi-Vortrag um 19Uhr im Haus Mainusch Geben (mit Küfa).
Make Racists Afraid Again!

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EA für 27.01.2017 http://161mz.blogsport.de/2017/01/27/ea-fuer-27-01-2017-3/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/27/ea-fuer-27-01-2017-3/#comments Fri, 27 Jan 2017 14:49:39 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/27/ea-fuer-27-01-2017-3/ Solltet ihr heute im Laufe der Gegenproteste zum AfD Neujahresempfang Probleme mit den Cops haben, festgenommen werden oder Festnahmen beobachten: EA anrufen!
Wenn ihr Zeuge einer Festnahme werdet, lasst euch von der festgenommenen Person den Namen geben.
Solltet ihr festgenommen werden, macht von eurem Recht auf zwei Anrufe gebrauch und meldet euch beim EA, der kümmert sich um einen Anwalt und lässt euch nicht hängen.
Wenn ihr wieder raus seit, meldet euch auch beim EA, dass der bescheid weiß, dass ihr da nicht verrottet oder in U-Haft seid.
#EA-Nummer für Heute: 0152-19001014
Der EA ist ab 16:30 Uhr bis zum Ende der #Proteste zu erreichen

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Die Normalisierung neu-rechter Positionen http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/die-normalisierung-neu-rechter-positionen/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/die-normalisierung-neu-rechter-positionen/#comments Tue, 24 Jan 2017 10:35:12 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/die-normalisierung-neu-rechter-positionen/ Die Normalisierung neu-rechter Positionen

Am 23.01.2016 fand im Rahmen einer universitären Veranstaltung des “Studium Generale“ ein Vortrag von Dr. Werner Patzelt statt. Dieser ist seineszeichens PEGIDA-Versteher, Deutschnationaler Patriot. So heißt es in einer Stellungnahme der Institutsmitarbeiter*innen: „Zugleich liegt uns gerade als Politikwissenschaftler_innen der TU Dresden sehr daran, den von Prof. Werner Patzelt in den letzten Wochen gegen Pegida-kritische Demonstrationen in Dresden erhobenen Vorwürfen entgegenzutreten, die auch den Ruf der Initiative und anderer Solidaritätskundgebungen für Flüchtlinge negativ beeinträchtigen. Wer für Weltoffenheit und Toleranz auf die Straße geht, betreibt keine Feindbildpflege, ist mitnichten „hysterisch“ und sieht nicht reflexhaft nur Rechtsextremisten und Faschisten bei Pegida mitlaufen. Diese Behauptungen verkennen ein zentrales Anliegen der jüngsten Demonstrationen für Weltoffenheit in Dresden. Was die Demonstrant_innen am meisten treibt, ist das Bedürfnis, auch denen eine Stimme zu geben, die sich aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Aussehens oder ihrer Kleidung montags nicht mehr auf die Straße trauen und damit kaum Gehör verschaffen können. Im Vergleich dazu erscheint uns die Rede von der „Ausgrenzung“ derer, die mit großem medialen Echo wöchentlich für eine Vielzahl an teils rechtspopulistischen Forderungen auf die Straße gehen, wie blanker Hohn.“

Ein verquerer Heimatbegriff von Andersartigkeit und Patriotismus

Patzelt hat in seinem Vortrag vor allem eines verdeutlicht, Heimat und Patriotismus generieren sich führ ihn immer aus einem genuinen Verständnis von „wir“ und „die“. Es wird eine Otherness generiert um u.A. rassisierende/enthnisierende Mechanismen zu provozieren. Auf der einen Seite stehen also die Patrioten, jene die ihre Heimat „lieben“ und die „anderen“, die nicht zur eigenen Heimat gehören dürfen. Heimat definiert Patzelt nach einem vagen Begriff von Kulturraum und versucht durch eine Adaption ethnopluralistischer Positionen die generelle Notwendigkeit eines eigenen, völkischen und politischen Heimatbegriffs zu etablieren. Auch die Mimikry, man dürfe den „rechten Idioten“ dabei nicht den Begriff der Heimat überlassen täuscht in seinen Ausführungen nicht darüber hinweg, dass alle Thesen, die er an diesem Abend vorstellte, auf einen Nationalchauvinismus und einem daraus resultierenden Rassismus abzielen.
Die Generierung von der Andersartigkeit anderer „Heimaten“ und damit einhergehenden die Markierung der Otherness der dort lebenden Menschen motiviert hierbei noch einmal mehr die Überhöhung des eigenen Volkes.

Dass im Rahmen einer Veranstaltung des Instituts für Politikwissenschaften der JGU so eine Veranstaltung mit einem Menschen, der derart offen rechte und rassistisch Positionen Vertritt, ist in unseren Augen ein widerlicher Akt der Normalisierung rassistischer Zustände.

Auch wenn die Moderation des Abends immer wieder darauf verwiesen hat, dass man sich doch im Anschluss des Vortrages dem akademischen Duktus entsprechend damit kritisch in der Diskussion auseinandersetzen könnte, scheint es doch nur als eine Promotionsveranstaltung für PatzeltsThesen gewesen zu sein. Wir sind dankbar für alle Genoss*innen, die diesen Abend kritisch und auch störend begleitet haben.
Den Anfeindungen durch die „Rechtaußenelite“ bestehend aus AfDlern, Burschis und dem Mainzer RCDS zum Trotz. So erfuhren Kritiker*innen an diesem Abend auch gleich praktischen Rassismus durch die Moderation, die Zwischenzeit schreibt hierzu: „Im Laufe der Veranstaltung drohte einer der beiden Moderator*innen aus der Dozierendenschaft einer PoC mit Übergriffen durch das angeheuerte „Schutzpersonal“, weil sie ein Megaphon bei sich trug. Aktiv wirkt der weiße Dozierende an der Drohkulisse mit, als er sich finster in der Nähe der letzten Reihen aufbaut. Besonders von dort sind immer wieder kritische Stimmen von PoCs zu hören. Als nach dem Vortrag eine Schwarze Studierende das Verständnis von „Deutsch“, „Kultur“ und den vermeintlich „Anderen“ thematisieren will, versucht die andere Weiße Moderatorin, der Studentin das Mikrofon zu entziehen. Das alle Weißen sich ungehindert ausdrücken konnten, einschließlich Patzelt, der volle 70 Minuten reden durfte, irritiert die Moderatorin nicht weiter.“

Doch nicht nur dieser Vortrag zeigt, dass auch in Mainz die neue Rechte immer weiter an Raum gewinnt. So konnte auch im Vorfeld zur ENF Tagung in Koblenz die Avantgarde der neuen Rechten bestehend aus Frauke Petry, Geerd Wilders, Marine Le Penne und deren Anhang am 20.01 in aller Ruhe und Abgesichert durch den Staatsschutz in der Burg Weisenau essen und sich austauschen. Die Burg, in welcher zurzeit auch noch standesamtliche Trauungen durchgeführt werden, hat sich schon einmal für die neue Rechte als Anlaufstelle angeboten; die AfD Veranstalte dort ihre Wahlparty zur letzten Landtagswahl. Weiter wurde nun bekannt, dass dort auch am 27.02 der Neujahresempfang der Rheinlandpfälzischen AfD stattfinden wird.

Der Ton in der Stadt wird schärfer und auch Aktuer*innen, die bisher eher unbeachtet geblieben sind, kommen immer mehr aus ihren schwarz-braunen Schlupflöchern gekrochen. Auch die Identitäre Bewegung, die bisher kaum merklich in Rheinland Pfalz vor sich hin existierte und allenfalls merkliche Überschneidungen mit Burschenschaften hatte, machte sich kurz vor Weihnachten mit einer (mehr als kümmerlichen) Aktion vor der Landesgeschäftstelle der Grünen bemerkbar.

Was Tun?!

Als Linksradikale darf mein hierbei nicht in ein bloßes Reagieren verfallen. Antifa heißt auch immer noch Angriff. Auf allen Ebenen. So auch und vor allem inhaltlich. Wenn die rechten agieren muss es ein Gegenkonzept geben, das ist klar. Aber vor allem die Agitationsstrategien von AfD, PEGIDA, III Weg und IB müssen mehr und mehr in den Fokus geraten und entkräftet werden. Wir müssen den Menschen handhabbare Gegenkonzepte und Argumentationsstrategien bieten. Dies kann nur durch eine Verbindung aus praktischer und inhaltlicher Arbeit geschehen.

Jede*r kann Vorträge zu aktuellen Themen organisieren, Flugblätter drucken und verteilen, sich mit der WG, den Freund*innen, der Familie an einen Tisch setzen und über Themen sprechen. Ein Bewusstsein schaffen, dass gerade die Positionen der „neuen Rechten“ nichts weiter sind, als bürgerlich getarnter Faschismus.

Kein Frieden der Mitte!

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Dem braunen Mob entgegentreten http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/dem-braunen-mob-entgegentreten/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/dem-braunen-mob-entgegentreten/#comments Tue, 24 Jan 2017 10:10:08 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/24/dem-braunen-mob-entgegentreten/ Via Gutmenschliche Aktion Mainz:

„Die AfD Mainz will es wohl wissen – und kündigt für den 2.2. ihren nächsten Themenabend in Mainz an. Da sie sich mittlerweile aus Angst vor zu großem Widerstand nicht mehr trauen, früher als 3-5 Tage vorher zu ihren Veranstaltungen zu mobillisieren, ist der Veranstaltungsort bisher noch unbekannt. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Veranstaltungen gehen wir davon aus, dass der Themenabend wieder im Bürgerhaus Mainz-Finthen stattfinden wird, weshalb wir auch vorerst für diesen Ort angemeldet haben. Sollte die AfD doch einen anderen Veranstaltungsort wählen, werden wir die Anmeldung natürlich angleichen.

Wir haben uns für diese Anmeldestrategie entschieden, um schon vor der Bekanntgabe des Veranstaltungsortes mobilisieren und so einen breiten Widerstand auf die Beine stellen zu können, genau das, wovor diese Rassist*Innen Angst haben. Eventuell wird es im Vorfeld der Kundgebung noch eine antifaschistische Demonstration geben, das hängt vom Ort des AfD-Events und dessen Bekanntgabe ab.

Doch ganz egal, wo die recht(sextrem)en Hetzer*Innen sich blicken lassen: Wir werden uns ihnen entschlossen entgegenstellen und rufen alle empathischen Menschen dazu auf, sich uns anzuschließen und wie schon so oft ein Zeichen der Menschlichkeit und des Miteinanders gegen Faschismus, Hass und Gewalt zu setzen!

Mainz ist und bleibt eine bunte und weltoffene Stadt!

Dem braunen Mob entgegentreten.- immer und überall!“

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Die Kälte der AfD Vertreiben http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/die-kaelte-der-afd-vertreiben/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/die-kaelte-der-afd-vertreiben/#comments Wed, 18 Jan 2017 14:29:46 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/die-kaelte-der-afd-vertreiben/ Der kleine Bericht aus der Zwischenzeit zur gestrigen Anti-AfD Veranstaltung

„Die Kälte der AfD vertreiben“

Veröffentlicht am 17. Januar 2017 von Dennis Firmansyah und Jan Zombik in Bewegung | 0 Kommentare
Eine Spontandemonstration zieht über den Brandt in Mainz, ein rotes Transpi
Time to act: Wollen wir erst warten, bis der Faschismus da ist? Jan Zombik | CC BY-NC-SA

Es ist Dienstagabend. Die AfD Mainz lädt zum Neujahrsempfang ins Rathaus. Vor dem Gebäude haben sich etwa 150 Menschen versammelt, um dem etwas entgegenzusetzen. „Die sollen sehen, dass nicht alle in Mainz so denken wie die“, sagt mir Maria. Sie stellt sich als Foodsaverin vor und arbeitet in einem Mainzer Unternehmen als Management-Assistentin. „Ich bin hier, um die Kälte der AfD zu vertreiben. Sie widerspricht den Grundsätzen, nach denen wir leben wollen.“

Die Menge unten beschallt der Lautsprecher, aus dem Ton Steine Scherben und Feine Sahne Fischfilet sich mit Hannes Wader und Beethovens Europahymne mischt. Derweil geht im zweiten Stockwerk im Rathaus kurz das Licht an. Ungewollt wird eine handvoll Uniformen sichtbar, die die Menge im Auge behält.

Sigi, einer der Demonstranten, kommt gerade aus dem Rathaus. Er erzählt, dass sich im Gebäude etwa 60 AfDler_innen eingefunden haben. Sie sind durch einen Seiteneingang hineingelangt, den die Polizei abgesperrt hat. Kurz darauf verlässt einer der AfD-Anhänger den Haupteingang und schubst eine Demonstrantin zu Boden. Gerangel, ein Handgemenge. Dann führt ein Polizist ihn ab. „Ich würde rausgehen, wenn uns die Arschgeigen lassen würden“, soll der AfD-Anhänger gesagt haben. Eine der Umstehenden zuckt mit den Schultern: „Pech gehabt, Mainz duldet eben keine Intoleranz.“

Am frühen Abend endet die Kundgebung vor dem Rathaus mit einer Spontandemonstration zum Hauptbahnhof. Noch etwa 70 Menschen sind trotz der Kälte dabei. „Nationalismus raus aus den Köpfen“, hallt es von den Glasfassaden am Brand wider. Es wird nicht das letzte mal sein, dass eine klare Haltung gegenüber Rechtsaußen nötig ist. Antifaschistische Gruppen mobilisieren am Wochenende nach Koblenz, wo die ultranationalistische und rechtsradikale Europafraktion ENF ein Treffen plant.

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Make Racists Afraid Again! http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/make-racists-afraid-again/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/make-racists-afraid-again/#comments Wed, 18 Jan 2017 14:21:16 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/18/make-racists-afraid-again/ Demo gegen Naziterror und Rassimus. Mehr Infos folgen und gemeinsame Anreise aus Mainz wird organisiert!

Beteiligt euch an der Demonstration und organisiert Aktionen im Rahmen der Kampagne!

Die letzten Jahre waren geprägt von einem Erstarken rassistischer, antisemitischer und sexistischer Bewegungen und Gewalt in Deutschland. Zu Beginn beinahe nur von PEGIDA und AfD propagierte Ressentiments finden immer mehr Anklang in der gesamten Gesellschaft und werden, aufgegriffen durch Politiker*innen, zunehmend Teil des politischen Diskurses. Das führt dazu, dass sich strukturierte (neu)rechte Gruppierungen immer mehr in Sicherheit wähnen und ihr Gedankengut durch Angriffe, Hetze, etc. ungehemmt ausleben. Als bisheriger negativer „Höhepunkt“ dieser Entwicklung in Frankfurt ist der Angriff auf das selbstverwaltete Project Shelter, welches bis jetzt auch in der Zivilgesellschaft als antirassistische Initiative viel Zuspruch erhielt, zu sehen, . Bei dem Angriff auf das Café in der Bergerstrasse 307 wurde nicht „nur“ eine Scheibe eingeschlagen und Teerfarbe versprüht. Vielmehr hinterließen die Nazis auch ein Bekenner- und Drohschreiben welches sich gegen Genoss*innen im Allgemeinen richtet. Der Vorfall steht am Ende einer Kette von Versäumnissen von linksradikalen Strukturen entsprechend auf Naziaktivitäten in und um Frankfurt in den letzten Jahren zu reagieren. So wurde auch das Denkmal für die in der Progromnacht 1938 niedergebrannte Synagoge in Rödelheim mit antisemitischen Inhalten besprüht und bekannte Nazis wie Marco Vogelsberger und Aktivisten des „Dritten Wegs“ beteiligten sich an der antifeministischen, trans* und homofeindlichen „Demo für alle“ in Wiesbaden. Auch zwei nicht aufgeklärte Anschläge auf Roma im letzten Jahr, denen eine sowieso schon antiziganistische Stimmung zugrunde liegt, lassen sich in diese Liste mit einreihen.

Diese Entwicklung ist das Ergebnis des nach rechts abgedrifteten Diskurses um Flucht und Migration in Deutschland und Europa. Es ist der radikalen Linken (trotz vieler wegweisender Initiativen wie z.B. Project Shelter) nicht gelungen eigene Positionen zu stärken und einzubringen, dies zeigt die fehlenden Reaktion und Perspektiven nach dem Angriff auf Project Shelter deutlich. Obwohl bürgerlichen Parteien wie Grüne, SPD und CDU/CSU stets betont rechte Entwicklungen und Übergriffe bekämpfen zu wollen, stehen doch populistische Stimmungsmache ganz oben auf der Agenda der Regierenden. Wie jüngst nach dem Anschlag von Berlin danach der Ruf nach mehr Überwachung, mehr Abschiebungen und erhöhter Druck auf Drittstaaten bei der „Rücknahme“ von Geflüchteten laut. Die Verschärfungen des Asylrechts 2016 und die folgenden Sammelabschiebungen in den Sudan oder nach Afghanistan stehen in einer Reihe mit den rassistischen Forderungen von AfD und Co.

Im Januar 2016 wurde in Büdingen ein Fackelmarsch der NPD angemeldet, an dem sich viele namenhafte Nazis beteiligten. Auch Aktionen bei der Anti TTIP Demonstration im September oder der Pro Bargeld Demonstration im Oktober zeigten sich Nazis des selbsternannten „Antikapitalistischen Kollektivs“ offen. Diese Aufzählung ist keinesfalls vollständig, aber zeigt einige bedrohliche Beispiele wie die Rechten mittlerweile keinen Halt mehr vor Städten mit einer eigentlich lebendigen Gegenkultur wie Frankfurt machen. Das Fehlen eines gesellschaftlichen Aufschreis aber auch einer linksradikalen Antwort hat dazu geführt, dass organisierte Nazigruppen sich sicher genug fühlen Aktionen wie bei der TTIP Demo durchzuführen aber auch antirassistische Initiativen wie Project Shelter anzugreifen. Diese Entwicklung ist eine Deutschlandweite und Europaweite. Die Zahl der rassistischen Angriffe auf Geflüchtete, Unterstützer*innen oder Unterkünfte ist in diesem Jahr noch einmal gestiegen, auf über 900 registrierte Vorfälle bis Dezember 2016. Die Enttarnung des NSU 2011 hat keinesfalls zu einer eindeutigen Positionierung gegen Rechts geführt. Stattdessen gibt es wieder Hetzjagden auf Geflüchtete wie in Bautzen oder Arnsdorf. Diese sogenannten „Vollstrecker“ einer neoliberale Logik des Ausschluss sehen sich in direkter Tradition des Nationalsozialismus. Sich offen zu rechtsextremen Inhalten bekennen ist keinesfalls auf das Internet begrenzt und Bedarf endlich einer Reaktion auf der Straße.

Für uns ist klar, dass die jetzige Entwicklung entschieden bekämpft werden muss, es gilt Solidarität von unten zu organisieren und nicht den völkischen Gruppen um AfD und Co. die Deutungshoheit zu überlassen. Es geht uns darum endlich zum Gegenschlag zu kommen und rechte Gruppen aus ihrer Deckung zu holen. Der Staat und seine Institutionen, welcher sich auch im Zuge des Bundestagswahlauftakts wieder ganz in rassistischen Diskursen und Gesetzesverschärfungen übt, anstatt rechten Terror zu bekämpfen, gilt es als Steigbügelhalter von Nazis im ganzen Land zu benennen und anzugreifen. So erging sich die Polizei an Silvester dieses Jahres in Köln ganz offen in rassistischen Kategorisierungen, als sie eine „Zwei-Tür-Politik“ bei den Feierlichkeiten auf der Domplatte praktizierte. Die „Nafris“ (sogenannte „nordafrikanische Intensivtäter“ im rassistischen Polizeijargon) oder per Polizeidefinition andere nicht weiße „Gefährder“ auf der einen Seite, auf der anderen Seite die lustige, weiße, deutsche Feiermenge, „geschützt“ durch eine Bullenkette. Auch liberale und vermeintliche Linke lobten die Kölner Polizei für ihr rassistisches Vorgehen. Die Wochenzeitung die ZEIT fragte mit gespielter Naivität: „Welche moralische Verpflichtung sollten die Bürger eines Staates haben, den Bürgern anderer Staaten zu helfen, wenn sie damit gleichzeitig Gefahren importieren?“. Die Hoffnung durch diese offen gezeigte, inakzeptable Praxis eine grundlegende Diskussion über racial profiling oder institutionellen Rassismus anzustoßen wird enttäuscht, denn ein nicht allzu kleiner Teil der deutschen Mehrheitsgesellschaft befürwortet offensichtlich wieder völkische Maßnahmen, welche ihrer Meinung nach den vermeintlichen Erhalt der Nation bezwecken.
Jetzt ist es an der Zeit, dass sowohl organisierte als auch nicht organisierte Antifaschist*innen sich neu vernetzen und gemeinsam Nazis in Frankfurt, Hessen und deutschlandweit in die Schranken weisen! Deshalb rufen wir auf, am 25.02 entschlossen und kämpferisch auf die Straße zu gehen, um uns aber auch alle anderen Menschen in der Gesellschaft daran zu erinnern, dass Rechte und deren Anhängsel eine Gefahr nicht nur für die Betroffenen, sondern für die gesamte Gesellschaft sind und sie auf allen Ebenen bekämpft werden müssen!
Um dem Titel der Kampagne “make racists afraid again“ gerecht zu werden, rufen wir dazu auf, aktiv zu werden. Wir freuen uns über jeden Nazi der sich in seinem Umfeld geoutet wird, jede AfD Veranstaltung die nicht stattfinden kann und jede Rassistin die sich nicht mehr in ihre Stammkneipe traut. Sie alle haben Namen und Adressen, fühlen sich sicher in ihrem Umfeld und jeder und jede ist für ihr Handeln zur Verantwortung zu ziehen.

Als Antifa United werden wir im Rahmen der Kampagne einige inhaltliche Veranstaltungen, Aktionen sowie zum Höhepunkt eine Antifa Demo am 25. Februar organisieren. Infos dazu sind unter antifa-united.com zu finden.
Zeigt den Rassist*innen, dass sie in Frankfurt und Umland nichts zu suchen haben!
Make racists afraid again!

Hier der Link zur Facebookveranstaltung

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Gegen rassistische Hetze – 17.01¦AfD in Mainz http://161mz.blogsport.de/2017/01/14/gegen-rassistische-hetze-17-01afd-in-mainz/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/14/gegen-rassistische-hetze-17-01afd-in-mainz/#comments Fri, 13 Jan 2017 22:25:07 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/14/gegen-rassistische-hetze-17-01afd-in-mainz/

Die national-chauvinistische Hetzpartei AfD versucht einmal mehr in Mainz Fuß zu fassen und hat für den 17.01 ihren Neujahresempfag im Rathaus angekündigt.
Zu einer Zeit, in der wir in Europa und weltweit ein Abdriften nach Rechts erleben, Rassismen und faschistische Ideologien wieder an Salonfähigkeit gewinnen und die selbsternannte Mitte der Gesellschaft sich in menschenverachtenden Hasstiraden ergießt, ist es an allen antifaschistischen Kräften, den rechten Konsens zu brechen.
Wir wollen daher rechter Hetze keine Bühne bieten. Sie sollen nicht denken, wir würden sie einfach gewähren lassen.

Daher rufen wir alle auf, sich um 17:30 am Jockel Fuchs Platz einzufinden, lautstark Protest zu üben und kreativ zu werden.

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Zwischen Frieden und schmutzigem Krieg http://161mz.blogsport.de/2017/01/08/zwischen-frieden-und-schmutzigem-krieg/ http://161mz.blogsport.de/2017/01/08/zwischen-frieden-und-schmutzigem-krieg/#comments Sun, 08 Jan 2017 15:35:58 +0000 Administrator Allgemein http://161mz.blogsport.de/2017/01/08/zwischen-frieden-und-schmutzigem-krieg/ „Zwischen Frieden und schmutzigem Krieg – Ein politischer Reisebericht über den bewaffneten Konflikt in Kolumbien“

Kolumbien

Seit 2012 steht die konservative Regierung um den kolumbianischen Präsidenten Santos in Friedensverhandlungen mit der bewaffneten Guerilla-Organisation FARC-EP, die bis heute nicht nur weite Teile der ruralen Gebiete Kolumbiens kontrolliert, sondern auch nennenswerten Rückhalt in der Landbevölkerung hat. Im Juni diesen Jahres verkündeten beide Seiten einen Durchbruch bei den Verhandlungen, der ein mögliches Ende des seit den 60er Jahren schwelenden bewaffneten Konflikts in Kolumbien einläuten könnte.

Die Guerilla, die sozialen Bewegungen und Menschenrechtsorganisationen sehen in einem Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen eine Chance für eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft. Andere Teile der Linken, z.B. die kleinere Guerilla-Organisation ELN stehen dem Projekt kritischer gegenüber. Daneben schwebt über dem Friedensprozess das Damoklesschwert es Paramilitarismus, der von den Gegnern des Friedensprozesses unterstützt wird und auf dessen Konto immer wieder politische Morde an Oppositionellen gehen.

Doch was sind die Ursachen des bewaffneten Konflikts – wer sind historische und aktuelle Akteure? Was steht hinter dem Paramilitarismus? Sind die Guerilla-Organisationen wirklich – wie der kolumbianische Staat nicht Müde wird zu betonen – Drogenkartelle?

Jan Ronahi schreibt für das Lower Class Magazine, die junge Welt (jW) und andere linke Medien zu internationalen Themen. Er hat vor kurzem Kolumbien bereist und hatte vor Ort die Möglichkeit mit Akteuren der sozialen Bewegungen ins Gespräch zu kommen.

161MZ und das OAT laden euch daher ein, am 24.01 um 19Uhr zu diesem Vortrag zu kommen. Bringt eure Freund*innen und Genoss*innen mit!

Hier nochmals der Link zur Facebookveranstaltung

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