Heraus zum Internationalen ersten Main


In der Tradition steht der erste Mai als Tag der Unterdrückten, der Proletarier, der Arbeiter*innen.

Am internationalen Kampftag der Arbeiter*innen, am internationalen Klassenkampftag stehen weltweit Millionen Menschen auf der Straße, um für eine bessere und gerechtere Gesellschaft zu streiten und gegen den Raubtierkapitalismus der Konzerne und Eliten zu kämpfen.
Ob im Betrieb, der Schule oder Uni, ob in der Kita oder am Fließband der Fabriken – Menschen schuften für einen ungerechten Lohn und eine noch unsicherere Zukunft. Kriege ziehen sich durch die Medien und es ist nicht mehr nur der Stellvertreterkrieg der Neokolonialisten in den Ländern der Dritten Welt – es ist auch ein Krieg gegen alle Erwerbstätigen, gegen alle Auszubildenden, gegen alle Arbeitslosen. Es ist der Krieg der Rechtspopulisten gegen Flüchtende, Migranten und gegen alternative Lebensentwürfe. Es ist der Krieg der wenigen an der Spitze gegen uns hier unten.

Jeden Tag robotten Menschen unter brutalsten Bedingungen, um einigen wenigen ein Leben in Luxus zu ermöglichen. Millionen Menschen leben an der sog. Armutsgrenze, während einige wenige sich nur darüber Gedanken machen, wie sie unsere Städte weiter „aufwerten“, die Mieten weiter steigen und noch weniger Geld für unsere Grundbedürfnisse bleibt: Essen, Trinken und gesund zu bleiben.

Mainz als Stadt im Rhein-Main-Gebiet liegt im Speckgürtel einer der reichsten Länder dieser Erde – und auch hier haben wir genügend
Gründe zu kämpfen:
Ob es sich nun um die Lohnarbeit handelt, die nicht zum Zahlen all der anfallenden Kosten reicht, geschweige denn für den Urlaub oder für die Ausbildung der Kinder, oder um befristete Verträge, die uns immer wieder vor die Frage stellen, wie es nach einem Jahr weitergehen soll. Die explosionsartig gestiegenen Mieten und Lebenshaltungskosten, die eine Verdrängung aus den Innenstädten zur Folge hat oder die wachsende Anzahl von Menschen, die sich mit mehreren Jobs oder durch Aufstocken durch den Monat bringen müssen.
Die Kinderarmut wächst, die Arbeitslosigkeit ist gleichbleibend und mit der Agenda 2010 wurde in Deutschland der größte Niedriglohnsektor Europas geschaffen. Während wir uns jeden Tag bei der Arbeit kaputt machen und uns unser Geld genau einteilen müssen, werden diejenigen die uns ausbeuten immer reicher.

Diese Kämpfe – geführt in Afrika, Asien, Europa oder Amerika – sind Kämpfe der Unterdrückten gegen die gleichen Unterdrücker.
In diesem Sinne: Am ersten Mai auf die Straße!